Wertschätzung!

Wenn ich an Aktionen, wie „Aktion Saubere Stadt“, Gassenkehrtag oder Blitzreinigungen der Initiative Sauberer Hemshof teilnehme – ausgerüstet mit großer Mülltüte oder Mülltonne, Handschuhen und Greifzange – sammle ich regelmäßig mit anderen Helfern einen erstaunlichen Berg an Papier, Flaschen, Batterien, Elektrogeräten, Plastikbehältern, Esswaren, sperrigen Gegenständen, Kleidern aus Grünanlagen und von Straßen und Gehwegen.

Unsere Aktionen haben eigentlich immer dasselbe Ziel, nämlich der Sauberkeit in Ludwigshafens Altstadt Hemshof ein Stückchen näher zu kommen. Den Gesprächen mit Passanten ist zu entnehmen: die Menschen freuen sich über ein sauberes Umfeld. Manche helfen spontan mit, andere schimpfen über den Müll und die Sinnlosigkeit von Aktionen, sind verärgert, andere enttäuscht oder haben resigniert. Aber niemand möchte ein vermülltes Umfeld.

Bei unseren Aktionen kam mir der Gedanke: Haben saubere Straßen und Gehwege einen Wert? Bedeutet Achten auf ein sauberes Umfeld auch Wertschätzung? Tragen wir mit unseren Aktionen zur Wertschätzung bei? Jeder Unterstützer aus unserer Gruppe nimmt sich die Zeit, die Altstadt Hemshof von wildem Müll zu befreien und – so mein Empfinden – den Menschen im Stadtteil mit diesem aktiven Beitrag auch Wertschätzung entgegen zu bringen.

Aus meiner Sicht lohnt es sich in diesem Zusammenhang die ein oder andere Wortkombination lebendig werden zu lassen, wie z.B.: Saubere Stadt „weil ich es mir wert bin“ oder „weil meine Mitmenschen es mir wert sind“ oder „weil ich da lebe“ oder „weil ich meinen Beitrag für eine saubere Umwelt leisten will“ oder „weil mir auch die Zukunft am Herzen liegt“, … Sauberkeit ist kein seltenes Gut, jeder kann für Sauberkeit im Stadtteil sorgen, so er es will, nach dem Motto „Der Hemshof beginnt vor meiner Tür“.

Christa Schilling, Initiative Sauberer Hemshof